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Physiotherapie Denise Sieber

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Unterwassermassage

Die Unterwassermassage auch Unterwasserduschmassage oder Unterwasserdruckstrahlmassage genannt ist eine Massagemethode zur Ergänzung oder auch anstelle der klassischen Massagemethoden.
Der Masseur, der medizinische Bademeister oder die Fachkraft bedienen sich dabei im Wasser der Druckwirkung eines Wasserstrahls. Zur Abgabe einer Unterwassermassage benutzt man geräumige Wannen in Lang-, Schmetterlings- oder Pilzform oder auch Bewegungs- und Schwimmbecken. Eine Pumpe saugt das Badewasser aus Wanne oder Becken und drückt es an einem Druckregelventil vorbei in den Massageschlauch. Am Ende des Massageschlauchs werden Düsen verschiedener Arten und Durchmesser angeschraubt. Die Wirkung  der Unterwassermassage wird nicht nur durch Düsen beeinflusst; sie hängt auch von Wassertemperatur und Druck des Massagestrahls ab.

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Bei richtiger Kombination lassen sich günstige und reproduzierbare Massagewirkungen erzielen. Die Massagewirkung wird unterstützt durch den Auftrieb, den der Körper des Patienten im Wasser erfährt, und durch die auf den Körper einwirkende Wärme des umgebenden Wassers. Ein allgemeiner Vorteil der Unterwassermassage ist die problemlosere Anwendung auch durch weniger intensiv geschulte Therapeut. Auch bedarf es nicht besonderer Körperkräfte zur Abgabe einer Unterwassermassage.

Dagegen ist zu beachten, dass auf eine feinfühlige Behandlung spezieller Muskeln, Sehnen und Bänder verzichtet werden muss. Die Unterwassermassage hat in Kliniken, Sanatorien, Kurmittelhäusern, Sportvereinen, in Massage‑ und fachärztlichen Praxen Eingang gefunden. Die Verbindung von Unterwassermassage und klassischer Massage hat den Rahmen der Rehabilitations- und Therapiemöglichkeiten erweitert, weil beide Massagearten ihnen eigene physikalische Reize erzeugen.   

Der Druck des Unterwassermassage‑Strahls bewirkt ‑ je nach Einstellung ‑ einen schwachen oder starken mechanischen Reiz auf Muskeln und Gewebe, die dadurch aufgelockert werden und deren Durchblutung sich erhöht. Die Unterwassermassage wird in einem breiten Therapiefeld eingesetzt, so dass hier nur einige der wichtigsten Sektoren genannt werden sollen:                                                  

• Frakturen, Traumen, Gelenkversteifungen 

• Stauungen, Sportverletzungen, Ischialgien 

• Neuralgien, Rheuma, Lumbago 

• Folgeerscheinungen der Poliomyelitis 

• Bandscheibenschäden 

• Bindegewebsmassagen Kontraindikationen sind zu beachten: Schwere Herz und Kreislaufstörungen, akute Entzündungen.               

Die Technik der Unterwassermassage erfordert wie alle handwerklichen Techniken  Geschicklichkeit und eine entsprechende Ausbildung.

Hinweise 

1. Auftrieb: Durch den Auftrieb verringert sich das Körpergewicht. Die Bewegung der Glieder erfordert weniger Kraft. Die Behandlung des Patienten wird erleichtert. 

2. Wärme, thermischer Reiz: Wärme bewirkt eine verstärkte Durchblutung des Gewebes und Muskelentspannung. Deshalb soll der Patient vor Beginn der Unterwassermassage fünf bis zehn Minuten im Wasser ruhen. Das Wasser soll ‑ je nach ärztlicher Indikation ‑ zwischen 36°C und 40 °C warm sein.

 3. Druckleistung, Förderleistung: (Wasserschüttung) Bei einem Düsendurchmesser von 8 mm soll die normale Unterwassermassage‑Pumpe 4,0 bar erreichen. Die dabei gepumpte Wassermenge beträgt 80 1/min. Diese Maximalbedingungen erträgt der untrainierte und Unterwassermassage ungewohnte Patient nicht. Zu Beginn der Gewöhnungsphase werden große Düsen (12 mm 0), geringe Drücke (1,5 bar), kleine Einstrahlwinkel (ca. 45 °), großer Abstand "Düse/Körper" (15 cm) verwendet.

 4. Düsenquerschnitt, Düsenarten: Der Massageschlauch ist über Rohrsystem und Druckregelventil mit der Umwälzpumpe verbunden. Das freie Ende des Massageschlauchs ist mit einem Gewindestutzen versehen, auf den die verschiedenen Massagedüsen aufgeschraubt werden können. Ein Standardsatz Massagedüsen weist Innendurchmesser von 4, 6, 8, 10 und 12 mm auf. Mit diesen Düsen läßt sich bereits eine Vielzahl von Massagewirkungen erreichen. Ergänzt werden kann der Standard Düsensatz durch Brausedüsen mit mehreren kleinen Öffnungen, Weichstrahldüsen mit Siebeinsatz (Perlator), Rotationsdüsen mit je einem Paar unterschiedlich großer Bohrungen, die wechselweise freigegeben werden, und durch Spezialdüsen wie z. B. die Wirbelsäulendüse (Uniform) oder die sogenannte Froschmauldüse, welche für Bindegewebsmassagen eingesetzt wird. Einige Unterwassermassage‑Anlagen besitzen ein besonderes Ventil, über das dem Massagestrahl Luft beigemischt werden kann: Damit erzielt man einen sehr weichen Massagestrahl und Mikrovibration des Massagestrahls. Eine andere Mikromassage läßt sich ‑ ohne Benutzung des Massageschlauchs durch Wirbelsprudel Einrichtungen erreichen. Dieses sind Reihen kleiner Düsen, in die Wannenwände eingebaut und über Umschaltventil und Druckregelventil mit der Umwälzpumpe zur vielfachen Massagestrahl‑Erzeugung verbunden.

 Anwendung

1. je nach Anweisung des Arztes wird die Temperatur des Badewassers a) indifferent, also etwa 0,5 ° C unter Körpertemperatur, eingestellt, oder b) in Spezialfällen‑ bis auf 40 ° C gesteigert. Der Patient ruht zunächst fünf bis zehn Minuten im warmen Wasser, damit sich seine Muskulatur entspannen kann.

2. Für die Unterwassermassage wird die Umwälzpumpe eingeschaltet. Dann wird das Druckregelventil nach und nach geöffnet. Der aus der Düse tretende Massagestrahl bewirkt einen Rückstoßeffekt; deshalb muss der Massageschlauch festgehalten werden. Die Umwälzpumpe saugt das Wasser für den Massagestrahl aus der Behandlungswanne an. Damit ist sichergestellt, dass die Temperatur des Unterwassermassage‑Strahls nicht von der des Wannenwassers abweicht. Will der Behandelnde aus therapeutischen Zwecken die Temperatur des Massagestrahls erhöhen also eine Hitzemassage
oder Hitzedusche abgeben ‑ dann kann mittels eines Einlaufkastens heißes Wasser aus der Fülleinrichtung der Wanne vor die Ansaugöffnung der Umwälzpumpe gelenkt werden. Der gezielte heiße Massagestrahl kann bis zu 50° C haben. Durch den Zulauf heißen Wassers während der Hitzemassage würde die Temperatur des Wannenwassers ins Unerträgliche steigen, wenn nicht mittels einer Kühleinrichtung kaltes Wasser nachlaufen könnte:
Zweckmäßig angeordnet findet man die Zulaufdüsen in der Nähe der Schultern oder des Brustkorbes des Patienten. Gegebenenfalls setzt man dem Patienten eine Kühlschlange auf den Kopf oder auf die Herzgegend (Kühlschlange besteht meist aus biegsamern Metallgliederschlauch, durch den Kaltwasser geleitet wird). Der Druck des Massagestrahls wird durch das Therapieziel bestimmt und hängt von der subjektiven Empfindung des Patienten ab. Die Düse des Massageschlauchs wird stets nur so nah an die zu behandelnde Körperstelle gebracht, dass keine Hämatome entstehen können ( Hautabstand 5 ... 20 cm).

3. Der Ablauf einer Unterwassermassage ‑ Ganzkörpermassage richtet sich nach dem Schema der klassischen Massage: Der Massagestrahl wird an den Beinen längs der Körperachse entlang geführt. Begonnen wird an den Außenseiten der Beine von distal nach proximal. Danach wird quer zur Körperachse massiert. Vorsicht ist geboten, um mit dem kräftigen Massagestrahl nicht innere Organe oder die Genitalien zu verletzen.

4. Die Unterwassermassage dauert 10 - 20 Minuten. Der Patient steigt dann aus der Wanne und soll mindestens 30 Minuten ruhen.

Die Unterwassermassage konnte sich in der Massagebehandlung ein weites Anwendungsgebiet sichern; ihre Wirkung reicht in die Tiefe des behandelten Körpers. Sie wird in Zukunft zunehmend wichtigeres Mittel für Therapie und Rehabilitation sein.

 

Quelle:www.ihr-masseur.de / AUER Medizintechnik

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